Diese leise Ahnung
Viele Entscheidungen auf meinem Weg kosteten mich Mut.
Und Vertrauen.
Was von außen betrachtet manchmal seltsam wirkte,
ergab innerlich einfach Sinn – besonders rückblickend.
Immer wieder folgte ich dieser leisen Ahnung,
die mich Schritt für Schritt näher zu mir selbst führte.

Obwohl ein Teil von mir früh wusste,
dass mich ein sozialpädagogischer Weg mehr erfüllen würde,
fehlte mir als junge Erwachsene die innere Sicherheit und Klarheit,
dieser Ahnung auch zu folgen.
Stattdessen absolvierte ich zunächst,
den Bachelor und Master in European Studies (2004-2008)
an der Universität Maastricht.
Anschließend arbeitete ich einige Jahre
im Bereich der europäischen Forschungsförderung
und im Projektmanagement – die meisten davon an der Universität Oldenburg.
Die Arbeit war anspruchsvoll und interessant.
Trotzdem spürte ich, dass mir etwas Wesentliches fehlte:
Zeit und Raum für Echtheit.
Für wirkliche Verbindung.
Dafür, mich selbst offen zeigen zu können
und auch anderen tiefer zu begegnen.

Irgendwann war klar,
dass sich beruflich etwas verändern musste,
wenn ich mir selbst treu sein wollte.
Auch mein Körper sprach da eine deutliche Sprache.
Nach einem Jahr der Neuorientierung
und ehrenamtlicher Arbeit mit Kindern und älteren Menschen
entschied ich mich 2016 für die Umschulung zur Erzieherin.
Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe.
Während der Ausbildung und weit darüber hinaus
beschäftigte ich mich intensiv mit Entwicklungspsychologie, Beziehungsgestaltung
und der Frage, wie sehr frühe Erfahrungen unser Erleben prägen.
Von 2018 bis 2026 arbeitete ich als pädagogische Fachkraft im Krippen- und Elementarbereich,
zuletzt auch als stellvertretende Kita-Leitung.
Dabei begann ich immer mehr zu verstehen,
wie sehr unser inneres Erleben
auch unsere Beziehungen beeinflusst.

Parallel dazu absolvierte ich ab 2021 eine Coachingausbildung
und begleitete nebenberuflich Frauen zu Themen wie
emotionalem Essen, Selbstwert und Selbstbeziehung.
Diese Themen waren mir nicht nur fachlich sehr vertraut:
Magersucht und Depressionen als Jugendliche und junge Erwachsene
gehörten zu den prägendsten Erfahrungen meines Lebens.
Über viele Jahre war ich von meinem Körper,
meinen Bedürfnissen und meinen Gefühlen weit entfernt.
Wieder in Kontakt mit mir selbst zu kommen,
veränderte für mich alles.
Dabei unterstützten mich viele Jahre Tanztherapie in Frauengruppen,
Achtsamkeitspraxis und die bewusste Hinwendung zu mir selbst.
So konnte etwas in mir wieder lebendig werden.
Seitdem erlebe ich immer wieder, was möglich wird,
wenn der Kopf nicht ständig alles kontrollieren, bewerten und lösen muss.

2023 absolvierte ich zusätzlich die Ausbildung zur
Gribougramme® Mediatorin der unbewussten Bildsprache.
Das Intuitive und Freie in dieser Methode
erinnerte mich daran,
wie viel Lebendigkeit entstehen kann,
wenn Kreativität, spielerisches Erleben
und freier Ausdruck wieder Raum bekommen.
Immer wieder entdecke ich,
dass vieles erst dann zugänglich wird,
wenn Worte nicht mehr im Mittelpunkt stehen,
der Druck weichen darf
und Raum entsteht für das,
was ganz natürlich sein möchte.
Heute fließt all das in meine Arbeit ein:
pädagogische Erfahrung, Coaching,
körperorientierte und achtsame Begleitung,
kreative und intuitive Prozesse,
und die Erfahrung,
wie viel Veränderung möglich wird,
wenn Menschen sich selbst wieder näher kommen.

Ausbildung & beruflicher Hintergrund
– M.A. European Studies
– Tätigkeiten in Forschungsförderung und Projektmanagement
– Staatlich anerkannte Erzieherin
– Pädagogische Fachkraft und stellvertretende Kita-Leitung
– Ausgebildete Coachin
– Gribougramme® Mediatorin der unbewussten Bildsprache
– Fortbildungen u. a. zu Achtsamkeit, traumasensibler Begleitung,
psychologischer Sicherheit, emotionaler Intelligenz und Kommunikation